Reise nach Lourmarin – Ein Tagebuch von Sebastian Ybbs

Ankunft Lourmarin. Grauer Himmel. Im Garten wunderbare, von Wasser beschwerte Rosen, köstlich wie Früchte. Der Rosmarin blüht. Spaziergang, und das Violett der Schwertlilien wird am Abend noch dunkler. Erschöpft.
Tagebucheintrag Albert Camus am 28. April 1959

Voller Spannung und Vorfreude erreichen wir Lourmarin. Camus hatte sich einen Traum erfüllt und in diesem, für französische Verhältnisse sonnendurchfluteten Land, in einem einsamen malerischen Örtchen mitten in der vielfältigen Natur des Luberon am südlichen Fuß des Gebirgszuges ein Haus gekauft. Hier fand Camus Abstand zum rauen Paris mit seinem durchwachsenen Klima und den Intellektuellenstreitigkeiten, in denen er sich ständig behaupten musste. In Lourmarin hatte Camus das Gefühl, zu sich selber finden zu können.
Tagebucheintrag Sebastian Ybbs am 29. April 2019

Den gesamten Bericht über die Reise nach Lourmarin und die Begegnung mit Catherine, der Tochter Albert Camus‘  finden Sie auf der homepage: www.sebastian-ybbs.de oder direkt unter dem link http://new.heimat.de/home/sebastian-ybbs/Begegnung.htm

 

„Die einzige Möglichkeit, mit einer unfreien Welt umzugehen,

ist so absolut frei zu werden,

dass die eigene Existenz ein Akt der Rebellion wird“

 

Dezember 2018 – Ereignisreiche Wochen liegen hinter uns:

Nach dem Vortrag von Prof. Heinz Robert Schlette im Juni zum Thema „Albert Camus und die Juden“ konnten wir nach mühsamer Vorarbeit im September das von Günter Sydow eingerichtete „Albert Camus Archiv“, das einzigartig im deutschsprachigen Raum ist, eröffnen.

Der Oktober begann mit einer inszenierten Lesung am deutsch-belgischen Grenzübergang Köpfchen. Unter dem Thema „Gratwanderungen“ hat ein Team Texte verschiedener Autoren an unterschiedlichen Stationen rezitiert.

Dank der Unterstützung von Mitgliedern und Freunden der Albert Camus Gesellschaft konnte ein junges ambitioniertes Filmteam um den Regisseur Antoine Schweitzer eine Verfilmung von Albert Camus´ Drama „Les Justes“ (Die Gerechten) realisieren. Noch vor einer Uraufführung durften sich die Freunde unserer Gesellschaft den Film ansehen und mit dem Regisseur diskutieren.

Der November stand im Zeichen des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in der Aachener Region habe ich einen Impulsvortrag zum Thema „Sich weigern, einander fremd zu sein“ gehalten, der in ein intensives Gespräch übergegangen ist.

Die Überlegungen des Salzburger Politologen Prof. Markus Pausch zur Demokratie als Revolte haben uns zu einer Podiumsdiskussion „Der Mensch in der Demokratie – Was wir von Albert Camus lernen können“ bewogen. Neben Prof. Pausch haben wir Franz Müntefering, den ehemaligen Sozialminister, Vizekanzler und SPD-Vorsitzenden eingeladen.

 

Mit der Wintersonnenwende, dem Weihnachtsfest und Jahreswechsel stehen nun besinnliche Tage ins Haus, in denen wir ein wenig Abstand gewinnen wollen, um die Eindrücke aus den Aktivitäten auf uns wirken zu lassen und neuen Idee zu schöpfen.

Ich hoffe, dass Ihnen unsere Arbeit gefällt und Sie an unseren Veranstaltung teilhaben oder sogar mitwirken wollen. Am Dienstag, den 8. Januar starten wir das kommende Jahr mit einem Gesprächskreis … und weitere Ideen schwirren schon längst in unseren Köpfen herum.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit

Ihr Sebastian Ybbs

 

Prof. Markus Pausch und Franz Müntefering im Gespräch

mit Jürgen Kippenhan (LOGOI) und Sebastian Ybbs (Albert Camus Gesellschaft)

DER MENSCH IN  DER DEMOKRATIE

Was wir von Albert Camus lernen können

“Ich selber wohne im Judenviertel; wenigstens hieß es so, ehe unsere hitlertreuen Brüder für Platz sorgten. Was für eine Säuberung! […] Wer keinen Charakter hat, muss sich eine Methode zulegen.”         Albert Camus

 

Die Recherche von Heinz Robert Schlette über Albert Camus und die Juden ist jetzt auch in Buchform erschienen. (Edition Böttger, Bonn 2018; ISBN978-3-98159047-0)

 

 

Heinz Robert Schlette – Ehrenmitglied der Albert Camus Gesellschaft e. V.

Anlässlich der Eröffnung des Albert-Camus-Archivs,

das auf seine, während 60 Jahren angelegte Bibliothek gründet

hat die Albert Camus Gesellschaft e. V.

in Anerkennung seiner bedeutenden Forschung

und Kommentierung zum Werk von Albert Camus

Herrn Prof. Dr. Dr. Heinz Robert Schlette

als ihr Ehrenmitglied ernannt.

 

 

 

 

 

 

Eine Übersicht der nächsten Veranstaltungen finden Sie unter TERMINE

 

 

Termine

Dienstag, 8. Januar 2019, 20.00 Uhr

Gesprächskreis

Dietrich Bonhoeffer und Albert Camus: Ein Zwiegespräch

 

Dienstag, 5. Februar 2019, 20.00 Uhr

Gesprächskreis

Die Freiheit der eigenen Existenz als Akt der Revolte

 

Dienstag, 12. März 2019, 20.00 Uhr

Ausstellungsbesuch & Gesprächskreis

Kunst – Augenblick der universellen Wahrheit

 

Dienstag, 2. April 2019

19.00 Uhr Jahreshauptversammlung der Albert Camus Gesellschaft e. V.

20.00 Uhr Gesprächskreis

„Der Augenblick, als Camus einem Betrug begegnete, indem er seine Ballonmütze zog und den Gegner einlud, einzutreten.“

 

 

Dienstag, 7. Mai 2019,

20.00 Uhr Gesprächskreis

Gemeinsam lesen wir aus „Briefe an einen deutschen Freund“ und sprechen über das Verständnis Albert Camus´ von einem vereinten Europa

„Für uns jedoch ist Europa jener Boden, auf dem sich seit zwanzig Jahrhunderten das erstaunliste Abenteuer des menschlichen Geistes abspielt.“ 1944

 

 

Dienstag, 4. Juni 2019, 20.00 Uhr

Gesprächskreis

 

Dienstag, 2.Juli 2019, 20.00 Uhr

Gesprächskreis

 

Die Veranstaltungen finden, wenn nicht anders angegeben, im LOGOI, Jakobstraße 25a in Aachen statt.

Änderungen vorbehalten. Für aktuelle Informationen tragen Sie sich bitte in unseren e-mail Verteiler ein.